Das vielgepriesene "Putumayo-Rezept", die Mischung aus Weltmusikstars, Geheimtipps und Neuentdeckungen findet auch hierzulande großen Anklang.
Kein Wunder, dass viele Journalisten und andere Fachleute der Meinung sind, dass Putumayo die Kompilation zur Kunstform perfektioniert hat.
Von Weltmusik-Einführungskursen mit Titeln wie The Best of World Music: Vocal geht die Reise über Kontinente (Africa), Regionen (Cairo to Casablanca) und Genres (Celtic Collection) bis hin zu Best-of-Sammlungen ausgewählter Künstler wie etwa Chico César. Diese Entwicklung führt letztlich auch zu Eigenproduktionen mit hochkarätigen Musikern wie Ricardo Lemvo, "Mama Africa" Miriam Makeba und Habib Koité.
Im Laufe der Jahre haben sich besondere Schwerpunkte (Lateinamerika, keltische Musik, Afrika) herausgebildet, und Putumayo ist mit seinem Repertoire natürlich gewachsen. Von Beginn an hatte Storper das Glück, mit Nicola Heindl eine kongeniale Cover-Gestalterin zur Seite zu haben. Die "naiv-ethnischen" Designs der Engländerin haben viel zur Identität und dem Erfolg des Labels beigetragen, immer dem jeweiligen Thema angemessen und doch stets sofort wiedererkennbar.
Direktes soziales Engagement war und ist integraler Bestandteil der Arbeit von Putumayo.
Vom Erlös vieler CDs wird ein Teil an eine - meist dem Thema oder Herkunftsland der Musikauswahl entsprechende - anerkannte Hilfsorganisation gespendet.
So kommt One World auch der UNICEF zugute, Women of Spirit bringt finanzielle Mittel für GROOTS auf, ein internationales Netzwerk von Frauen-Selbsthilfeprojekten, und Music From The Coffee Lands unterstützt die Initiative "Coffee Kids", die sich um Kinder in Kaffee erzeugenden Ländern kümmert.
Dass Kultur, Business und Engagement auf Grass Roots-Ebene sehr gut zusammen gehen, hat Putumayo in mehr als 30 Ländern der Welt gezeigt.
Damit scheint sich der Slogan "Guaranteed to make you feel good!" in doppelter Hinsicht zu bewahrheiten.